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TaxiDriverPro

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Donnerstag, 30. Dezember 2010, 01:08

Gewährleistung und Gebrauchtwagengarantie...

Hallo,

ich habe seit ein paar Tagen meinen neuen Dicken mit 3.0 TDi Quattro Automat. Ich habe aber das Problem das wenn ich nach einer Fahrt den Motor ausstelle und nach ein paar Minuten wieder anlasse, der Motor dann ziemlich das "Sägen" anfängt. D. h. er kann nicht richtig die Drehzahl halten, wobei das nach ca. 20 Sek. weg geht. Doch es war bisher kein Einzelfall, sondern jedesmal das selbe Spiel. Wenn ich den Motor im kalten Zustand starte, läuft er ohne Probleme.
Jetzt habe ich mit einem Bekannten gesprochen der bei VW Servicetechniker ist, und der meinte, bring ihn schnellstmöglich dahin wo du ihn gekauft hast, hast ja Gewährleistung und die müssen den Fehler finden und reparieren ohne das du was dafür zahlen musst. So soll es jedenfalls lt. Gesetzt irgendwo stehen. Bin selbst kein Rechtsverdreher, also glaube ich erstmal was ich höre.
Der Verkäufer hat mir jedoch eine ganz andere Geschichte beim Verkauf erzählt. Dieser meinte nämlich, ich hätte eine Gebrauchtwagengarantie die aber aufgrund der hohen Laufleistung von 103000 Km nur 40% der Teile und 100% der Arbeit übernimmt.

Jetzt ist natürlich die Frage wer hier Recht hat. Ich möchte natürlich keine Rechtsberatung nur eine Info wie es lt. Gesetz in Deutschland geregelt ist.
Ich denke auch das wenn ich 6 Tage nach Kauf des Fahrzeuges einen Mängel finde, muss dieser doch innerhalb eines Jahres kostenfrei beseitigt werden, oder?

Danke schonmal für eure Infos

Gruß

Fredy

P.S. MAL eine ganz andere Frage, ist das normal das so ein 3.0 TDi nach 15 Km bei -5°C immer noch nicht warm ist, oder ist der Zuheizer defekt?
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Leixe

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Donnerstag, 30. Dezember 2010, 08:49

siehe hier>>>http://de.wikipedia.org/wiki/Beweislastumkehr und soweit ich weis gilt deine Prozentregelung erst nach 6 Monaten....
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Slowfinger A6

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Donnerstag, 30. Dezember 2010, 09:36

Zitat von »"Leixe"«

siehe hier>>>http://de.wikipedia.org/wiki/Beweislastumkehr und soweit ich weis gilt deine Prozentregelung erst nach 6 Monaten....

Richtig der Händler unterliegt die ersten 6 Monate nach verkauf des Fahrzeugs der Sachmängelhaftung und muß die Fehler und / oder Schäden auf eigene Kosten beseitigen. Das hat mit deiner Garantie absolut NICHTS zu tun.

Falls der Händler sich querstellt AB zum Anwalt.
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Lester

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Donnerstag, 30. Dezember 2010, 10:10

MAL ganz dumm gefragt....hat man beim gebrauchtwagenkauf auch ein umtauschrecht innerhalbvon 14 tagen?

5

Donnerstag, 30. Dezember 2010, 10:50

Nein Lester, es sei denn du kaufst es Kfz Online beim Händler

WAUZZZ4BZ1N

A6-Freunde

6

Donnerstag, 30. Dezember 2010, 13:19

Hallo TaxiDriverPro,

gesetzlich geregelt ist die Gewährleistung. Sie bezieht sich nur auf Mängel, die bereits beim Kauf bestanden, aber nicht erkannt wurden (verdeckter Mangel) Sie gilt zwei Jahre. In den ersten sechs Monaten geht der Gesetzgeber davon aus, dass der Mangel bereits beim Kauf bestand. Der Händler muss das Gegenteil beweisen. AB dem siebten Monat müsstest Du beweisen, dass der Mangel bereits beim Kauf bestand (Beweislastumkehr).

Bei Gebrauchtwagen kann die Gewährleistung auf 1 Jahr beschränkt werden. Muss aber im Kaufvertrag stehen. Sonst gilt: 2 Jahre. Sie kann sogar ganz ausgeschlossen werden: Bastlerfahrzeug.

Privatverkäufer können die Gewährleistung immer vollständig ausschließen. Muss aber auch in den Kaufvertrag.

Die Garantie ist eine freiwillige Leistung der Händler und gilt zusätzlich zur Gewährleistung. Entsprechend legt auch der Händler fest, wann und wofür sie gilt. Du als Kunde hast das Wahlrecht, worauf Du Dich berufst.

Was das Widerufsrecht angeht. Da hat Manuel (fast) Recht. Das gibt es nur bei Haustürgeschäften und dem Versandhandel. Also nicht nur online, sondern auch telefonisch oder per Post bestellt oder vom Staubsaugervertreter, der unangemeldet vor der Tür steht.

Abgesehen davon, dass ich mich immer zuerst auf die gesetzliche Grundlage stützen würde, scheint mir Dein Fall das Paradebeispiel für die Gewährleistung. Schließlich kannst man nicht erwarten, dass Du den Mangel bei einer normalen Probefahrt feststellen konntest. Zudem ist Dir der Fehler ja schon nach wenigen Tagen aufgefallen und damit ein Indiz, dass er bereits beim Kauf bestand.

Wenn der Händler das auf seine Garantie abwickeln will, soll Dir das egal sein. Das macht er, weil er sich wahrscheinlich versichert hat und die Kosten für ihn somit geringer werden.

Hier schreibt ein Profi: http://www.123recht.net/article.asp?a=67181&ccheck=1

Ich schlage vor: Fahr hin. Führ den Fehler vor und dann wird das schon geregelt.


TaxiDriverPro

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Freitag, 31. Dezember 2010, 14:21

Ich danke euch für die Infos zu dem Thema. Ich hatte schon Angst ich müsste jetzt schon was zahlen.
Vor allem wurde mir von meinem Bekanntem dem Servicetechniker bei VW erzählt, das er auch so einen Fall schon MAL hatte und es wurde ziemlich lange nach dem Fehler gesucht und zum schluß doch gefunden, nur was es da ein defekter Zylinder und der Motor wurde ausgetauscht. Wenn ich jetzt 60% von 5000€ zahlen müsste, na dann gute Nacht.
Aber so bin ich schon erleichtert, werde dann gleich nach den Feiertagen hinfahren und hoffen das es dann keinen Vorführeffekt gibt....

Gruß

Fredy

P.S. Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich
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TaxiDriverPro

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Mittwoch, 19. Januar 2011, 21:01

Hallo,

mittlerweile war ich beim :) und habe auch den Fehler und noch einige andere reklamiert und einen Termin bekommen.
Ich habe auch nochmal das Thema Gewährleistung angesprochen, und alle verwiesen mich immer wieder auf die Zusatzgarantie die ich doch hätte, und ich solle dich doch auch bitte beim Termin mitbringen.
Das Beste war, als ich dann meinen Wagen wieder abgeholt habe, bekam ich folgende Aussage von der netten Dame am Empfang:

"Wir haben folgende Sachen bla bla bla auf "Kulanz" repariert."

Daraufhin habe ich dann nur gemeint, die einen nennen es Kulanz, ich nenne es Gewährleistung. Aber darauf bekam ich keine Reaktion.

Sind die wirklich so dreist und versuchen dem Kunden permanent zu erklären das er nur seine Garantie hat, und alles andere ist Kulanz? Versuchen die vielleicht auf diese Weise dem Kunden zu zeigen, wie toll sie doch sind, weil sie etwas aus Kulanz gemacht haben?

Ich finde diese Taktik jedenfalls sehr überzeugend, weil es mir doch ein paar Tage zu denken gegeben hat, ob es nicht vielleicht doch Kulanz war.
Aber nachdem ich ja von euch genug Infos zum Thema Gewährleistung bekommen hatte, war ich mir dann doch sicher.

Es ist schon Wahnsinn, was dir große Unternehmen an Scheiße versuchen unterzuschieben bzw. zu verkaufen wenn man keine Ahnung hat, oder nicht weiss wo man fragen soll.

Also danke nochmal für eure Infos

Gruß

Fredy
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Donnerstag, 20. Januar 2011, 17:59

Ich kann dazu nur raten: alles schriftlich festhalten/bestätigen/geben lassen, auch das was man jetzt "auf Kulanz" repariert hat. Man weiß heutzutage nie ob man es nicht in paar Wochen wieder braucht........

Ich streit mich schon fast 1 Jahr mit dem (gewerblichen) Verkäufer meines Dicken. Bald gehts vor Gericht weil einsehen will er`s nicht......

Des reimt sich ja a noch :)
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WAUZZZ4BZ1N

A6-Freunde

10

Donnerstag, 27. Januar 2011, 23:13

Wenn auf Kulanz repariert wird, ist das kein Schuldeingeständnis. Wenn sie auf Garantie oder Gewährleistung abrechnen, gestehen sie einen Fehler ein. Das macht sich einerseits im Konzernvergleich schlecht, andererseits kann ein erfahrener Jurist sicher auch noch kleine, aber wichtige Feinheiten herausarbeiten. Die Höhe der Versicherungsprämie wird zudem anhand des geschätzten Schadensvolumens errechnet.

Ich habe von einem Fall gelesen, da hat ein Kunde ein technisches Gerät vor Ablauf der Gewährleistung auf Hersteller-Garantie reparieren lassen. Das ist jedoch nicht zu seiner Zufriedenheit erfolgt. Als er vom Kauf zurücktreten wollte, lehnte der Händler ab: Er habe nicht bei ihm auf Gewährleistung reklamiert, sondern beim Hersteller auf Garantie und damit sei er aus dem Schneider. Ein Gericht hat dem Händler Recht gegeben.

Dokumentation ist immer gut!!!

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