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Dienstag, 24. September 2013, 20:24

Zylinderdeckeldichtung/Nockenwellenversteller-Dichtung tauschen - Halbmondähnliches Plastikteil

Hallo,

ich habe da ein Problem mit meinem Audi A6 4B 2.4L 121 Kw.
Ich habe erst vor kurzem beide Zylinderdeckeldichtungen erneuert die auch dicht sind. Trotzdem verliert die Kiste gehörig viel Öl beim fahren.
In einer der Packungen lag ein rotes halbmondartiges Plastikteil.
Nun sagte man mir das das wahrscheinlich der Grund für die Undichtigkeit sei. Wo sitzt bitte das Teil und wie kann ich es auswechseln?
So kann ich nicht mehr fahren. Es geht um die Beifahrerseite und das Öl läuft voll auf den Auspuffkrümmer drauf und qualmt wie die Sau.
Habe Angst das ich die Kiste abfackele.
Angeblich soll es im Kettenspanner, also darunter sitzen. Darf ich den denn einfach wegbauen, das Teil tauschen und den Spanner wieder draufsetzen????
Ich habe keine Ahnung wie das geht.
Bitte dringend um Hilfe.
:cursing: ?( ?( ?(

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Dienstag, 24. September 2013, 21:03

Das rote Teil gehört zur Nockenwellenverstellerdichtung welche bei dir undicht ist. Das heist Deckel wieder runter die Schrauben des NWV raus und mit chinesischen Kinderhänden sowohl die Metalldichtung als auch den Halbmond wechseln dazu musst du den NWV mit der einen Hand soweit wie möglich hochziehen und die Metalldichtung rausfummeln, danach Halbmond einsetzen und darauf achten das der sauber sitzt, danach Metalldichtung reinfummeln und alles wieder zusammenschrauben. Dichtung einkleben vom Ventildeckel und dann ist Ruhe.

Wenn du den NWV / Spanner ganz runterbauen willst müssen die Nockenwellen raus und der ZR demzufolge auch runter.

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Dienstag, 24. September 2013, 21:11

Aha, also die berühmte Schwachstelle beim Audi.
Kannst Du mir den Austausch der Dichtung etwas besser erklären?
Ich habe das ja noch nie gemacht.


mikepiko

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Freitag, 27. September 2013, 17:00

Oehm, dann bleibst Du da auch besser von ...

Also ne Ventildeckeldichtung tauschen kriegt jeder noch hin, aber die besagte Dichtung tauschen ist "tricky".

Erstmal müssen alle Schrauben von dem Ventildeckel ab.

Deckel abheben.

Dann sitzt hinten der Nockenwellenversteller(da läuft ne Steuerkette drüber)

Der is mit 3 oder 4 Torxschrauben glaub 30 oder 35 Festgeschraubt.

Das Problem ist, ohne passendes Spezialwerkzeug ist der Spanner komplett ausgefahren.
Normalerweise würde man jetzt das Spezialwerkzeug eindrehen und der Spanner fährt zusammen.
Dann markiert man sich (zur sicherheit) die Position der Kette an den Nockenwellenrädern.

Danach kann man den Nockenwellenversteller ca 1-1.5 cm bewegen, ohne das er raus kann.(Die Kette hält Ihn fest)
Darunter ist eine Metalldichtung und der besagte rote Halbmond.

Alten raus, neuen Einkleben und Metalldichtung auch mit Dichtmasse einsetzen.
Dann das ganze Rückwärts.

Da Du allerdings kein Spezialwerkzeug hast, kannst Du den Spanner vielleicht nur so 0.5mm bewegen, was Ziemlich haarig wird beim Einbau.
Allein die Dichtmumpe so reinzukriegen das Du die Ölbohrung nicht verstopfst während der Spanner draufhockt ist ... Tricky.
In dem Spanner sind arretierungen für die Dichtung, die kannst Du also nicht ohne den Spanner mehrfach zu bewegen in die Richtige Position bringen.
Wenns soweit ist, ist die Dichtmumpe meistens überall nur nicht da wo sie hin soll ...

Kann Dir also nur davon abraten ...
Trust me ... I´m the Doctor ...

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Samstag, 28. September 2013, 13:14

Das Problem ist, ohne passendes Spezialwerkzeug ist der Spanner komplett ausgefahren.
Normalerweise würde man jetzt das Spezialwerkzeug eindrehen und der Spanner fährt zusammen.
Ja es gibt noch freundlich Audiwerkstätten. Habe das Werkzeug ausgeliehen bekommen. Mache mich jetzt mal an die Arbeit und halte alles mit der Kamera fest. Bilder stelle ich später dann ein. Scheint ja ein häufiges Problem zu sein und ich denke es sind viele froh wenn sie wissen wie man das macht.

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Samstag, 28. September 2013, 19:54

Nockenwellenverstellerdichtung getauscht , hier mit Bildern

Hallo,

so habe mich heute an des Auswechseln der linken Nockenwellenverstellerdichtung bei meinem Audi A6, 4B. 2.4 gemacht.
Es geht hier um den halbmondförmigen Gummidichtsatz mit Metalldichtung.
Dichtsatz mit Bestellnummer von Audi original:



Zuerst klar, Motorhaube auf und mal blöd reinschauen:

Dann habe ich die Motorabdeckung, große Mitte und kleine links abgebaut.
Luftfilterabdeckung runter, Luftansaugschlauch und Luftfilter auch raus.
Dann hat man genug Platz.



Dann Zündkerzenstecker raus, Den Schlauch auf dem Ventildeckel auch abziehen, geht ganz einfach.
Verbindung der Metallleitung mit dem Ventildeckel auch lösen und zur Seite drehen (bitte nur die Halterung).
Dann unten am Ölmessstab die Halterung des Ölmessstabes auch lösen. Bitte das Teil dann einfach nur so stehen lassen. Nicht verbiegen oder so.
Könnte abbrechen. Aber so kann man später den Ventildeckel ganz leicht ohne Probleme abheben und wieder einsetzen.



Nicht vergessen die drei Zündkerzenstecker abzuziehen und einfach auf die rechte Motorseite rüberlegen.

Dann Ventildeckel runternehmen.
Bei mir habe ich dann die Dichtung ganz vorsichtig rausgenommen, vom Öl abgetrocknet und weggelegt. Die kommt wieder rein.
Meine habe ich erst vor drei Wochen gewechselt und der Wagen ist damit nur einmal kurz gelaufen.

Ich habe mir beim Audi / VW Händler das Spezialwerkzeug geholt mit dem man den Kettenspanner entspannen kann.
Dadurch kommt man auf ca. 1 bis 1,5 cm Spielraum wenn man dann den Nockenwellenversteller abschraubt um darunter die Metalldichtung und den Gummihalbmond zu wechseln.
Auf dem Foto sieht man sehr schön wie man das Werkzeug ansetzt.



Spezialwerkzeug
VW Audi Werkzeug 3366 kostet bei ebay zwischen 8 und 10 Euro


Schwarzes oberes Kunsstoff - T - Teteil oben auf die Führung des Kettenspanners ansetzen und zwischen Kette und Führung einsetzen.
Die in diesem Kunststoffteil befindliche Imbusschraube senkrecht nach unten in das vorhandene Gewinde im Zylinderkopf einschrauben und dann mit einem Imbus langsam weiter einschrauben. Wenn der Widerstand zu groß wird aufhören. lieber 1 - 2 mm weniger Spielraum als einen kaputten Motor.
Dann die drei Sternschrauben mit dem der Nockenwellenversteller festgeschraubt ist lösen. Vorne vor den Nockenwellenversteller muß auch noch eine Schraube gelöst werden. aber nur eine. Auf meinem Foto mit dem Spezialwerkzeug ist es die links direkt neben dem angesetzten Werkzeug. Das Teil muß dann gerade angehoben werden. Es sitzt wie ein kleiner Zylinder im Zylinderkopf mit drin. Schaut euch mal bei ebay diese teile an. Da werden sie auch oft von unten gezeigt. Dann weiß man auch sofort wie die Metalldichtung einzusetzen ist. Ich habe dann mit einem kleinen Gummihammer den Nockenwellenversteller gelöst. Er ließ sich nicht ganz 15 mm anheben. Das reicht um die alte Metalldichtung zu entfernen, und den alten Halbmondgummi auszutauschen. Ich habe die Metalldichtung wie auch den Gummihalbmond mit hitzebeständigem Silikon eingestrichen. Da sollte nichts mehr rauskommen.

Übrigens - bei mir war gar kein Gummihalbmond mehr drin. Entweder hat der sich aufgelöst oder er hat den Abflug gemacht.

Dann Nockenwellerversteller wieder raufsetzen, die drei Schrauben wieder reindrehen und gut handfest anziehen.
Ich habe vergessen zu sagen wo der Nockenwellenversteller sitzt. Er sitzt aussen am am Gehäuse (hinter der Kette).
Bei dem Foto mit dem Spezialwerkzeug kann man noch oben rechts in der Ecke vom Foto einen Teil mit zwei von den drei Sternschrauben sehen.

Dann Ventildeckeldichtung wieder aufgelegt. An den vier Ecken wo die Dichtung nach oben geknickt wird und an der langen Gumminase das hitzebeständige Silikon als Kleber und zusätzliche Dichtmasse verwenden, bei der Gumminase ruhig etwas mehr nehmen.
Die komplette Dichtung einzuschmieren, wies oft beschreiben wird, ist grober Unfug.
Deckel drauf und alles andere wieder wie gehabt befestigen.
Ich habe dafür 3 Stunden benötigt. Aber ich werde bald auch noch die andere Seite machen.

Und hier noch ein Foto unter Zuhilfename eines Spiegels um den Nockenwellenversteller mit seiner Dichtung auch mal eingebaut von hinten zu sehen.
Wie Ihr sehen könnt - bei mir war da nur gähnende Leere. Kein Wunder das die Kiste wie die Sau geölt hat.
Aber ich weiß das einer meiner Vorbesitzer viel Mist am Auto gemacht hat und ich bade das jetzt aus.
Beim nächsten Audi kenne ich mich dafür dann Besser aus.



So ich hoffe mein Beitrag kann einigen mit ähnlichen Problemen helfen. Hört sich schwerer an als es ist.
Aber nur damit wir uns richtig verstehen - ich übernehme keine Garantie für irgend etwas. Das ist nur die Beschreibung meiner Reparatur.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »internetralf« (29. September 2013, 10:39)



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Sonntag, 29. September 2013, 00:20

Super. Danke für den "Leitfaden". Hast du ne besondere Beziehung zu der Werkstatt oder warum haben sie dir das Spezialwerkzeug geliehen? Mein VW-Händler um die Eckt hat mich angeschaut, als ob ich einen an der Klatsche hätte, als ich das mal fragte...
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Sonntag, 29. September 2013, 10:11

Super. Danke für den "Leitfaden". Hast du ne besondere Beziehung zu der Werkstatt oder warum haben sie dir das Spezialwerkzeug geliehen? Mein VW-Händler um die Eckt hat mich angeschaut, als ob ich einen an der Klatsche hätte, als ich das mal fragte...
Na ja, ich habe als Firmenwagen noch einen Touran und der wird dort gewartet. Muß ich ja nicht bezahlen. Und ich habe schon öfters dort Ersatzteile für meinen Audi gekauft.... und auf dem Land in einem kleinen Dorf kennt man sich halt auch.
Aber ich habe auch so schon bei anderen Werkstätten Spezialwerkzeug ausgeliehen. Habe meinen Pass und 50 € als Sicherheit da gelassen.
Aber egal wers ist, vor Freitag Nachmittag geht da nie etwas und Montags um 8 muß alles wieder zurück sein.
In Bayern geht halt vieles noch was andere schon lange nicht mehr machen.
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Samstag, 19. Oktober 2013, 15:54

Heute habe ich zusammen mit dem User Helix3387 Die beiden Dichtungen gewechselt. Was soll ich sagen: ca. 4,5h und haufenweise Fummelarbeit. Aber insgesamt geht es. Mein großer Nachteil war leider meine Autogasanlage, da die Leitungen und Schläuche einfach immer und überall im Weg waren. Auf der rechten Seite war bei mir auch keine Halbmonddichtung mehr drin. Ich hoffe jetzt ist alles dicht und ich muss nicht ständig Öl nachkippen. Danke an Helix3387. Lass dir das Becks schmecken :)
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Heute habe ich zusammen mit dem User Helix3387 Die beiden Dichtungen gewechselt. Was soll ich sagen: ca. 4,5h und haufenweise Fummelarbeit. Aber insgesamt geht es. Mein großer Nachteil war leider meine Autogasanlage, da die Leitungen und Schläuche einfach immer und überall im Weg waren. Auf der rechten Seite war bei mir auch keine Halbmonddichtung mehr drin. Ich hoffe jetzt ist alles dicht und ich muss nicht ständig Öl nachkippen. Danke an Helix3387. Lass dir das Becks schmecken :)

So muß das sein zusammen Arbeit macht immer noch am meisten Spaß.
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Samstag, 19. Oktober 2013, 17:53

Heute habe ich zusammen mit dem User Helix3387 Die beiden Dichtungen gewechselt. Was soll ich sagen: ca. 4,5h und haufenweise Fummelarbeit. Aber insgesamt geht es. Mein großer Nachteil war leider meine Autogasanlage, da die Leitungen und Schläuche einfach immer und überall im Weg waren. Auf der rechten Seite war bei mir auch keine Halbmonddichtung mehr drin. Ich hoffe jetzt ist alles dicht und ich muss nicht ständig Öl nachkippen. Danke an Helix3387. Lass dir das Becks schmecken :)

Danke das werde ich.

Ich fands sehr lustig und mal toll sich austauschen zu können, schreit nach wiederholung, aber dann bitte keine Dichtungen :-) Lieber Zündkabel ;-)

Lg Sebi

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Samstag, 19. Oktober 2013, 21:25

Lieber Zündkabel ;-)

Lg Sebi


Bloß nicht nochmal den mist...
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Montag, 21. Oktober 2013, 13:00

Bloß nicht nochmal den mist...
Freut mich das es bei Dir geklappt hat. Ich muß das ja nun noch einmal auf der anderen Seite machen. Mit 4.5 Stunden für beide Seiten hast Du das ja relativ schnell gemacht.
Und freue Dich, Du hast damit gut 600 Euro gespart. Audi nimmt dafür pro Seite gute 300 Euro. Und Die bauen dann auch gleich den Zahnriemen raus und heben die Nockenwellen raus. Klar kommt man dann besser dran - kostet dafür aber einiges mehr.
:thumbsup:

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Montag, 21. Oktober 2013, 22:14

Fahrerseite ist tricky: Da man das Schutzblech des Zahnriemens nicht demontieren kann, muss man den neuen Halbmond da so mit einem Finger rein schubsen. Du wirst es erkennen, wenn du es siehst. Die Metalldichtung bekommt man richtig gut rein, da man BEDEUTEND mehr von dem sieht, was man da macht. Desweiteren ist der Kühlwasserschlauch richtig nervig. Bei dir geht es vermutlich besser, da du keine Autogasanlage hast.
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Sonntag, 16. April 2017, 18:43

Hallihallo,ich bin die Freundin vom "Macher"...ich habe mich jetzt ganz frisch hier bei euch angemeldet.Genau wegen diesem, so super, beschriebenen Fall.
Wir müssen erstmal diese ganzen Teile besorgen,bevor wir uns dann an die Phasenbeschreibung !mit Bild! ran machen ;-)
Werde auch Report abliefern.
Vorweg wollte ich mich nur schonmal für diese Mühe bedanken.Wenn das alles so gut klappt,wie bei den Vorgängern.... dann spart das einen Haufen Geld,einen Haufen Nerven und vor allem Zeit !!
Mfg Imke