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Turbo

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Donnerstag, 2. Dezember 2010, 22:43

Ölschlamm im 1,8t mit Folgen am Motor

Hallo liebe mit A6er,

ich würde gerne MAL Eure Meinung zu meiner Problematik hören: Ich habe einen A6 1,8t, der vor 15.000km Öldruckabfall durch Ölschlammbildung (Ölsieb zu) hatte und dadurch übermäßigen Abrieb an den Nockenwellen und Spiel an der Kurbelwelle (Kurbelwellenlager um genau zu sein), festgestellt durch Gutachten bei Audi, hat.

Audi veranschlagt Reparaturkosten von 4500€ - es wird eben alles in Frage kommende ausgetauscht.

Ein lokaler Motoreninstandsetzer veranschlagt 3000€ für eine Komplettüberholung mit Garantie - sagt mir aber, er persönlich würde es nicht machen lassen, auch aus folgenden Gründen:

Der Motor läuft subjektiv ohne nennenswerte Nebengeräusche, Leistung ganz normal, keine Auffälligkeiten.

Der Motorenbauer sagt, er würde abwarten, bis er Geräusche macht, da man so einen Motor nie 100% abschätzen kann, und dann wäre eine Instandsetzung zum gleichen Preis machbar. Macht Sinn.

Der Motor wurde nach dem Abfallen des Druckes mehrmals komplett gepült und hat neues Öl bekommen. Nach 10.000km gab es nochmal eine Motorspülung und frisches Öl. Jetzt fahre ich ganz normal.

Ist mir natürlich alles bischen Unsicher - das Gutachten sagt, 20.000km (also jetzt nur noch 5000!) und dann ist Schluss.
Motorenbauer sagt: Kann genauso gut noch 50.000km oder länger halten.

Verkaufen ohne Angabe des Mangels kommt für mich nicht in Frage, auch nicht an einen Händler - da bin ich konservativ. Verkaufen kann ich ihn natürlich, muss aber mit einem rd. 3000€ niedrigeren VK rechnen. Außerdem müsste ich für ein brauchbares Auto wieder mindestens 5000€ druaflegen.

Würde einfach MAL gerne Eure Meinung hören - was würdet ihr in meiner Situation machen? Verkaufen - präventiv Instandsetzen lassen - Abwarten bis es knallt? (oder auch nicht?)

P.S: Hat jetzt 115.000km auf der Uhr.


Problembaer

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Donnerstag, 2. Dezember 2010, 22:52

verliert dein Auto irgendwo Öl? Entweder das Kurbelwellenlager is hinüber oder nicht, oder täusch ich mich da? Oo Nockenwellen das gleiche, entweder es sind Schäden da oder nicht?!
Also entweder gibts Handlungsbedarf oder keinen?
1.8t Limo

Turbo

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Donnerstag, 2. Dezember 2010, 23:05

Nein, kein Ölverbrauch und auch kein Verlust. Der Schaden stellt sich wohl so dar, dass die zu erwartende Lebensdauer stark verkürzt ist. Ich bin eben Laie und habe zwei konkurrierende Aussagen von Experten: Der eine sagt, noch 20tkm, der andere sagt, er würde nichts dran machen (er war aber nicht der, der den Motor zerlegt hat. Er hat Gutachten und Motor gesehen. Aber ich denke im Normalfall hat er ja ein Interesse, Geld zu verdienen).


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Freitag, 3. Dezember 2010, 11:41

Hm......so einfach wird man sich darüber nicht im klaren werden können.

Denn wenn die Kurbelwellenlagerschalen der Kurbelwelle einen weg hat und die kW selber noch nicht würde ich es sofort machen lassen.
Allerdings spricht gegen die intakte kW der Instandsetzungspreis des Instandsetzers.
Éine Austausch der Lagerschalen für 3000€ ohne kW Schaden wäre hemmungslos überteuert.
Denn die Lagerschalen auszutauschen kann ich sogar bei eingebauten Motor machen und die Schalen kosten keine 2000€ wenn ich mit einem Arbeitslohn von 1000€ rechnen würde.
Eine komplette Lagergasse nachzuarbeiten und die kW neu zu lagern wäre schon eher die geschriebene Preisregion da dazu auch der Motor raus und zerlegt werden muß.

Falls die kW einen weg haben sollte ist es eigentlich wirklich egal ob du es jetzt machst oder solange wartest bis dir der Kurbeltrieb um die Ohren fliegt.
Das einzige Risiko bei dem langen warten ist das der Kurbeltrieb event. blockiert und es vieleicht zu einem zusätzlichen Ventilschaden kommen kann.
Dann ist noch das Risiko das der Motor insg. Schaden nimmt durch den Abrieb der jetzt beim lauf des Motors in den Ölkreislauf gelangt.
Sprich Ölpumpe bekommt Riefen oder die "extrem geschrieben" die Ölgalerien verstopfen (was aufgrund des Durchmessers kaum möglichist).
Allerdings werden die Abriebpartikel auf in die NW Lager gepumpt und dort kann es zu Folgeschäden kommen.

Kurz geschrieben: Für einen eindeutigen Vorschlag was du tun solltest bräuchte man erst einmal den genauen Leistungsumfang des Instandsetzers (AUDI wird dir ja wahrschienlich einen kompletten Rumpfmotor einbauen) und dann zu sehen was in deinem Fall sinnvoll wäre und was nicht.
Aber davon abgesehen ist es immer sehr schwierig eine Fremddiagnose zu erstellen und den dementsprechenden Rat zu formulieren.


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Freitag, 3. Dezember 2010, 12:05

So wie du es darstellst, würde ich noch warten, bis der Motor wahrnehmbare Symptome zeigt.

Soweit läuft der Motor ja rund, unauffällig und bringt seine normale Leistung, das würde mir erstmal reichen. Wenn Anzeichen für einen Schaden auftreten, dann würde ich den Motor instandsetzen lassen.
Die Kosten für die Instandsetzung wären dann ja auch nicht höher als jetzt.
Außerdem ist es für mich verwunderlich, dass der Motor angeblich noch eine "Restlebensdauer" von 5000km hat, aber augenscheinlich zufriedenstellend läuft.

Übermäßiger Abrieb sollte bei funktionierendem Öl-Kreislauf nicht auftreten, zur Sicherheit kann man da ja die Wechsel-Intervalle verkürzen.

Voraussetzung ist natürlich, dass der Motorinstandsetzer sein Handwerk versteht. Davon gehe ich aber aus, diese Leute wissen meist eher, was technisch möglich ist, als Audi-Techniker oder irgendwelche Gutachten. Das führt sicher auch mit dazu, dass dort meist sofort ein neuer Rumpfmotor verbaut wird.

Turbo

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Freitag, 3. Dezember 2010, 14:22

Danke erstmal für eure Beiträge!

Ich hab' jetzt nochmal das Gutachten genau gelesen. Zuerst wurden Ölverkokungen an der Ventildeckeldichtung und Ölablagerungen festgestellt. Diese wurden entfernt. Dann wurden starke abrasive Spuren an den Nockenwellen inkl. Pittings und an den Kurbelwellengleitlagern festgestellt.

Soweit ich's im Kopf habe, hatte der Instandsetzer gesagt dass man beim Wechsel der Gleitlager die Kurbelwelle gleich mitmachen sollte. Zum einen seien die Lager bei Audi nicht einzeln erhältlich, so dass der ganze Einsatz getauscht werden müsste; zum anderen würde die gebrauchte Kurbelwelle die neuen Lager sonst glech wieder übermäßig beanspruchen, so dass mittelfristig ein Tausch beider Teile gleichzeitig sinnvoller sei.

Was die Nockenwellen betrifft, würde der Instandsetzer einen Austauschzylinderkopf inkl. aller Teile verbauen. Das lag bei, ich erinnere mich nicht mehr richtig, entweder 600€ oder 1000€ (im Austausch Gg. meinen ZK).
Er meinte halt auch, nur den ZK zu tauschen bringt auch nichts - wenn mir dann die Kurbelwelle um die Ohren fliegt geht der ZK mit drauf.

@Master: Also der Instandsetzer würde den Motor einmal komplett überholen und dabei Zylinderkopf, Kurbelwelle und Lager tauschen, sowie alles andere prüfen. Er meinte danach ist der Motor "wie neu" und bekommt 1a Garantie. Da wäre ich mit ~3000€ dabei.

Audi tauscht natürlich komplett. Die reparieren ja nichts in dem Sinne, wie du schon richtig sagtest, Prozac


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Freitag, 3. Dezember 2010, 22:54

hi Turbo,

Ich für meinen Teil würde mir noch bei einem weiteren Instandsetzer ein Angebot einholen. Außerdem würde mich MAL interessieren ob der jetzige Instandsetzer seinen Kostenvoranschlag nur auf Grund des Gutachtens von Audi erstellt hat, oder ob er sich deinen Motor zumindest etwas genauer angeschaut hat...
Sollte er seinen Kostenvoranschlag nur auf Grund des Gutachtens gemacht haben, kann die Reperatur günstiger werden, muß sie aber nicht.


Meine persönliche Meinung dazu wäre, daß ich eher auf den Instandsetzer vertrauen würde, da dieser Tagtäglich mit solchen Dingen zu tun hat, und somit mehr Fachwissen hat als eine Audiwerkstatt...
Grüße
Robert

19.07.2010 - 01.08.2011 A6 4b 2.8 Quattro Limo Tiptronic verkauft!
01.08.2011 - ??.??.???? A6 Avant 4b 2.5 TDI Quattro 6-Gang-Schalter ^^

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Samstag, 4. Dezember 2010, 12:30

@robert: Er hat den Motor nur von außen angeschaut und angehört und ansonsten habe ich ihm das Gutachten zur Verfügung gestellt. Das ist natürlich immer so eine Sache, aber ein Gutachten in diesem Umfang ist ein wahnsinns Aufwand, da erstellt mir keiner einen "Kostenlosen, unverbindlichen Kostenvoranschlag" denk ich.

Ich denke aber, ich werde noch eine zweite (dritte) Meinung einholen. Ich finde es natürlich positiv, dass der Instandsetzer nicht die Möglichkeit ausgenutzt hat. So richtig wohl fühle ich mich aber auch nicht - daher dann auch die Frage nach Eurer Meinung. Ich will ja auch nicht mehrere 1000€'s umsonst ausgeben...

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Samstag, 4. Dezember 2010, 13:15

Meine Meinung: Solang der Motor JETZT mit genügend Öl versorgt wird, lass es bleiben solang keine komischen Geräusche oder sonstige Anzeichen auftreten! Instandsetzen kannsten immernoch wenn er kaputt ist, ansonsten halt pfleglich mit umgehen, immer schon warm und auch kalt fahren ... wenn er dir noch 50tkm hebt dann brauchste jetzt kein Geld reinstecken, vlt fährt dir wer ins Auto in der Zeit dann beißt dir in A*sch ;)
1.8t Limo


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Samstag, 4. Dezember 2010, 13:53

@ Turbo, das dein Instandsetzer den Motor nicht gratis diagnostiziert meinte ich auch nicht, mir gings nur drum ob er eben sein Angebot einzig auf dem Gutachten aufgebaut hat oder ob er sich die Maschine wenigstens MAL angeschaut / -hört hat. Da er das gemacht hat ist das so ok, ich hab da schon andere Erfahrungen machen müssen, deswegen hatte ich gefragt :)

Wie bereits geschrieben, ich würd bei sowas immer dem Instandsetzer vertrauen, denn sowas ist deren täglich Brot. Die Audiwerkstätten die ich bisher kenn hätten das ganze auch nur an einen Instandsetzer weitergeleitet ... von daher kann man da auch gleich selber zu einem hingehen und sich somit die Audi-Premiumapothekerpreise sparen ;)
Du kannst dich ja vorher nochmal bei google über den / die Instandsetzer deiner engeren Wahl schlau machen, ob es schon Erfahrungen anderer Leute gibt und wie diese dann ausfallen. Ich habs damals nicht gemacht und 170€ Lehrgeld bezahlt.
Grüße
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